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Ilsede

Mit rd. 12.200 Einwohnern auf einem Gemeindegebiet von 28 km² - 430 Einwohner pro km² - gehört Ilsede zu den am dichtesten besiedelten ländlichen Gemeinden in Niedersachsen. Trotzdem befindet sich hier der größte zusammenhängende Waldbestand im Südkreis Peine mit besonders schönen Partien an den Stellen, wo der Wald mit Wasserflächen renaturierter Kiesseen zusammentrifft. Die flachen Fluss- und Bachniederungen von Fuhse und Beeke und die offenen, leicht gewellten Ackerflächen lassen den Blick weit über die typisch norddeutsche Landschaft streichen.


Geschichte

Gemessen am Alter der Orte und Siedlungen in dem Raum, der heute die Gemeinde Ilsede bildet, ist „Ilsede” noch sehr jung: Die Gemeinde Ilsede als Gebietskörperschaft besteht seit dem 1. Februar 1971.

Die Vorgängergemeinden Bülten, Groß Bülten, Groß Ilsede, Klein Ilsede, Ölsburg und Solschen fühlten sich vorher schon als Gemeinden des „Ilseder Raumes” verbunden, so dass die Bildung der Einheitsgemeinde Ilsede aus eigenem Antrieb und unproblematisch erfolgte.
Die gemeinsame Klammer waren die Bodenschätze im Ilseder Raum und die darauf basierende Bergbau- und Schwerindustrie. Neben dem Salzvorkommen in Ölsburg waren es vor allem die Erzlagerstätten, die die Industrieansiedlung auslösten und auch als Hauptbasis der Industrialisierung des gesamten Kreises Peine anzusehen sind.

Mit der Gründung der ”Ilseder Hütte” im Jahre 1858 auf einem Areal im Süden von Groß Ilsede, angrenzend an Ölsburg und auch übergreifend auf die Gemarkung Gadenstedt (heute zur Nachbargemeinde Lahstedt gehörend) begann für die bis dahin rein ländlichen Gemeinden eine neue Geschichte. Aus Bauernsöhnen wurden Industriearbeiter, die gemeinsame Arbeitsstätte brachte die Menschen aus den Dörfern zusammen. Die Ilseder Hütte mit Eisenerzbergbau und Hochofenwerk war fortan der dominierende Arbeitgeber im Ilseder Raum; die Arbeit in der Landwirtschaft trat in den Hintergrund. Wegen der guten Ertragslage auf den fruchtbaren Lößbörde-Böden blieb die Landwirtschaft jedoch dennoch ein wichtiger Wirtschaftfaktor.

Im Gefolge der Industrialisierung setzte auch eine Siedlungstätigkeit in bisher nie da gewesenem Umfang ein. Groß Bülten wurde durch eine Bergarbeiterkolonie erheblich erweitert, nördlich des alten Dorfes Ölsburg entstand Neuölsburg als Hüttenarbeitersiedlung.
Die Sozialpolitik der Ilseder Hütte war vorbildlich. Das Werk sorgte für Schulen, Straßen, soziale Einrichtungen und sogar Kirchen. Der Lebensstandard stieg deutlich kräftiger und schneller als im weiteren Umland.

In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde bei Klein Bülten, der heutigen Ortschaft Bülten, der Emilie-Schacht errichtet. In Bülten entstand die „Siedlung”, größer als der ursprüngliche Ort, in die Bergarbeiterfamilien aus vielen Teilen des Deutschen Reiches einzogen, so dass sich zwischen 1930 und 1940 auch die Bevölkerungsstruktur von der Herkunft her erheblich veränderte. Erneute große Veränderungen vollzogen sich durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen zum Ende des 2. Weltkrieges.


Sehenswürdigkeiten

Hügelgräberfelder im Bültener Holz, Heers (Solschen) und Gräwig (Klein Ilsede)

Im Peiner Land befinden sich an mehreren Stellen Hügelgräber als Kulturzeugnisse aus der Bronzezeit.

Bereits am Waldrand weist ein Findling mit der Aufschrift „Gräberfeld der Bronzezeit, ca. 1000 v.Chr.” auf den historischen Friedhof hin.

Die Fundstelle gehört mit zwei weiteren im „Heers” (das ist das benachbarte, nordwestlich anschließende Waldstück) und im „Gräwig” (nordöstlich der Ortschaft Klein Ilsede) zu den geschützten archäologischen Kulturdenkmälern im Landkreis Peine.

Bördebauernhäuser und -höfe in Solschen

Als bedeutendes Bauerndorf weist Solschen noch heute zahlreiche alte Hofstellen auf. Der Haustyp ist in der Regel niedersächsisch, bei einigen Hofanlagen ist aber auch der Einfluss des fränkischen Typs (geschlossene Hofanlage) erkennbar.

Aussehen und Bauweise eines niedersächsischen Bauernhauses (ehem. Hofstelle auf dem Grundstück "Hauptstraße 3") gibt die folgende Beschreibung wieder:
"Vierständerhaus mit zweigeschossigem, überhöhtem Wohnteil und Krüppelwalmdach.
Die Abbildung zeigt als Beispiel für die ortstypische historische Bauweise das Vierständerhaus "Lahweg 3" in Klein Solschen, erbaut 1799.
Der hervorragende Erhaltungszustand dieses Hauses wurde 1983 vom Land Niedersachsen mit einer Anerkennungsurkunde gewürdigt.

(Quelle.: http://www.ilsede.de)

 
 
 
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